Die Frage, die sich jeder stellt, der die eigenen vier Wände plant! 

  Hier für Sie ein kurzes Statement von jemandem, der es wissen muss...:

 

Mein Name ist Bodo Poelka, ich bin Handwerksmeister im Baunebengewerbe und ich möchte hier von einigen Erfahrungen berichten, wenn es um das Thema "neu bauen" geht:

bereits Jahrzehnte lang arbeite ich unter anderem in Neubauten und sehe bestimmte Dinge mit anderen Augen, als der Bauherr, der meist nur sporadisch an seinem "Neubau" erscheint.

Ich selbst habe schon 2 Häuser komplett für mich selbst saniert und kann sagen, dass ich mich in fast allen Gewerken gut auskenne.

Es gibt keinen einzigen Neubau, den ich selbst gesehen habe, wo keine Mängel vorhanden waren und das nicht nur in unteren Preiskategorien!

Hier ein paar Beispiele: 

(a)

für einen bekannten Bundesligaspieler sollten wir Geländer einbauen, das Haus hatte nach meiner Schätzung einen Bauwert von ca. 700.000,00 - 1.000.000,00 €, der Bauherr hat in unserer Zeit 2x den Architekten gewechselt und zweimal eine Bauaufsicht beauftragt, da sich im gesamten Rohbau große Risse bildeten,

jeder wies die Schuld von sich, so dass ein Gutachterprozess entstand, der ca. 1,5 Jahre dauerte (so lange ruhten auch alle anderen Arbeiten). Im übrigen konnten wir unseren Auftag auch nicht beenden, da die Treppenanlage derart verzogen war, dass kein Geländer montiert werden konnte! 

(b)

Mir wurde ein Auftrag für die Fertigung von Brüstungsgittern für einen Neubau erteilt, die Maße sollte ich der Zeichnung entnehmen.

Als ich zur Montage erschien, vielen mir sofort die Kellerfenster auf. Da ich der Meinung war, dass sich Wasser im Glas des Fensters befand, sprach ich den Bauherren darauf an, zu meinem Erschrecken erzählte er mir, dass es kein Wasser im Fenster sei, sondern Wasser fensterhoch im Keller!

Damit noch nicht genug, das Haus sollte eigentlich in eine wasserfeste Wanne gebaut werden, da in diesem Gebiet verhältnismäßig viel Grundwasser ist und dieser Grundwasserspiegel recht niedrig steht. Diese Wanne wurde nicht eingebaut, der Schaden war nicht reparabel und der Bauunternehmer in Konkurs!

(c)

Oft war es auch so, dass sich der Neubau noch im Rohbau befand, und der 1. Bauunternehmer in Konkurs war, das Geld des Bauherren war aber zum größten Teil schon bezahlt, teures Nachfinanzieren war das Ergebnis!

(d)

Undichte Fenster, schiefe Türen, falsch verlegte Elektroleitungen, undichte Keller, vergessener Endanstrich, vergessene Leitungen, undichte Dächer etc. sind da nur das geringere Übel...!

 

Ich selbst habe und werde nie neu bauen, es ist sicher so, dass Neubauten immer billiger werden, obwohl allen bekannt ist, dass fast alle Rohstoffpreise ständig steigen!

Ergebnis ist und bleibt, dass an guter Arbeit gespart wird, jedoch sollten Sie auch nicht meinen, wenn Sie im Hochpreissektor bauen, dass Sie dann automatisch eine gute Leistung erhalten.

Ich stehe auf dem Standpunkt, wenn ein Haus schon einige Zeit bewohnt wurde, kann es nicht so schlecht sein, und wenn ich 100%ige Gewissheit haben möchte, kann ich es noch intensiv überprüfen (oder überprüfen lassen), ohne dass mein Geld weg ist!

Mit freundlichen Grüßen

B.Poelka

-Handwerksmeister-